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Rammstein
Herzeleid (1996)
Sehnsucht (1998)
Mutter (2001)



Herzeleid


Wollt Ihr Das Bett In Flammen Sehen
Wollt Ihr das Bett in Flammen sehen
Wollt Ihr in Haut und Haaren untergehen
Ihr wollt doch auch den Dolch ins Laken stecken
Ihr wollt doch auch das Blut vom Degen lecken

Rammstein

Ihr seht die Kreuze auf dem Kissen
Ihr meint euch darf die Unschuld küssen
Ihr glaubt zu töten wäre schwer
Doch wo kommen all die Toten her

Rammstein

Sex ist ein Schlacht
Liebe ist Krieg
Wollt Ihr das Bett in Flammen sehen
Wollt Ihr in Haut und Haaren untergehen
Ihr wollt doch auch den Dolch ins Laken stecken
Ihr wollt doch auch das Blut vom Degen lecken

Rammstein


Der Meister
Lauft!

Weil der Meister uns gesandt
Verkünden wir den Untergang
Der Reiter der Boshaftigkeit
Füttert sein Geschwür aus Neid

Die Wahrheit ist wie ein Gewitter
Es kommt zu Dir Du kannst es hören
Es kund zu tun ist ach so bitter
Es kommt zu Dir um zu zerstören

Weil die Nacht im Sterben lag
Verkünden Wir den jüngsten Tag
Es wird kein Erbarmen geben
Lauft, Lauft um Eür Leben

Die Wahrheit ist ein Chor aus Wind
Kein Engel kommt um Euch zu rächen
Diese Tage Eure Letzten sind
Wie Stäbchen wird es Euch zerbrechen

Es kommt zu Euch als das Verderben

Die Wahrheit ist ein Chor aus Wind
Kein Engel kommt um Euch zu rächen
Diese Tage Eure Letzten sind
Wie Stäbchen wird es Euch zerbrechen


Weisses Fleisch
Du auf dem Schulhof
ich zum Töten bereit
und keiner hier weiss von meiner Einsamkeit
rote Striemen auf weisser Haut
ich tü dir weh
und du jammerst laut
jetzt hast du Angst
und ich bin soweit
mein schwarzes Blut
versaut dir das Kleid

dein weisses Fleisch erregt mich so
ich bin doch nur ein Gigolo
dein weisses Fleisch erleuchtet mich

mein schwarzes Blut und dein weisses Fleisch
ich werd immer geiler von deinem Gekreisch
der Angstschweiss da auf deiner weissen Stirn
hagelt in mein krankes Gehirn

dein weisses Fleisch erregt mich so
ich bin doch nur ein Gigolo
mein Vater war genau wie ich
dein weisses Fleisch erleuchtet mich

jetzt hast du Angst und ich bin soweit
mein krankes Dasein nach Erlösung schreit
dein weisses Fleisch wird mein Schafott
in meinem Himmel gibt es keinen Gott

dein weisses Fleisch erregt mich so
ich bin doch nur ein Gigolo
dein weisses Fleisch erleuchtet mich
mein Vater war genau wie ich
dein weisses Fleisch erregt mich so
ich bin ein trauriger Gigolo
dein weisses Fleisch erleuchtet - mich


Asche Zu Asche
Warmer Körper / heißes Kreuz
falsches Urteil / kaltes Grab
Auf dem Kreuze lieg ich hier
sie schlagen mir die Nägel ein
das Feür wäscht die Seele rein
und übrig bleibt ein Mundvoll Asche

Asche zu Asche

Ich komm wieder / in zehn Tagen
als dein Schatten / und werd dich jagen
Heimlich werd ich auferstehen
und du wirst um Gnade flehen
dann knie ich mich in dein Gesicht
und steck den Finger in die Asche

Asche zu Asche
und Staub zu Staub


Seemann
Komm in mein Boot
ein Sturm kommt auf / und es wird Nacht
Wo willst du hin
so ganz allein / treibst du davon
Wer hält deine Hand
wenn es dich / nach unten zieht

Wo willst du hin
so uferlos / die kalte See
Komm in mein Boot
der Herbstwind hält / die Segel straff

Jetzt stehst du da an der Laterne
hast Tränen im Gesicht
das Abendlicht verjagt die Schatten
die Zeit steht still und es wird Herbst

Komm in mein Boot
die Sehnsucht wird / der Steuermann
Komm in mein Boot
der beste Seemann / war doch ich

Jetzt stehst du da an der Laterne
hast Tränen im Gesicht
das Feuer nimmst du von der Kerze
die Zeit steht still und es wird Herbst

Sie sprachen nur von deiner Mutter
so gnadenlos ist nur die Nacht
am Ende bleib ich doch alleine
die Zeit steht still
und mir ist kalt


Du Reichst So Gut
Der Wahnsinn
Ist nur eine schmale Brücke
Die Ufer sind Vernunft und Trieb
Ich steig Dir nach
Das Sonnenlicht den Geist verwirrt
Ein blindes Kind das vorwärts kriecht
Weil es seine Mutter riecht

Die Spur ist frisch und auf die Brücke
Tropft dein Schweiss Dein warmes Blut
Ich seh Dich nicht
Ich riech Dich nur Ich spüre Dich
Ein Raubtier das vor Hunger schreit
Witter Ich Dich meilenweit

Du riechst so gut
Du riechst so gut
Ich geh Dir hinterher
Du riechst so gut
Ich finde Dich
So gut
Ich steig Dir nach
Du riechst so gut
Gleich hab Ich Dich

Ich warte bis es dunkel ist
Dann fass Ich an die nasse Haut
Verrate Mich nicht
Oh siehst Du nicht die Brücke brennt
Hör auf zu schreien und wehr Dich nicht
Weil Sie sonst auseinander bricht

Du riechst so gut
Du riechst so gut
Ich geh Dir hinterher
Du riechst so gut
Ich finde Dich
So gut
Ich steig Dir nach
Du riechst so gut
Gleich hab Ich Dich
Du riechst so gut
Du riechst so gut
Ich geh Dir hinterher
Du riechst so gut
Ich finde Dich
So gut
Ich fass Dich an
Du riechst so gut
Jetzt hab Ich Dich
Du riechst so gut
Du riechst so gut
Ich geh Dir hinterher


Das Alte Leid
Auf der Bohle und in das Licht
ein Wesen mich zu gehen drängt
für die selbe Sache und das alte Leid
meine Tränen mit Gelächter fängt
und auf der Matte fault ein junger Leib
wo das Schicksal seine Puppen lenkt
für die selbe Sache und das alte Leid
weiss ich endlich hier wird nichts verschenkt

Auf der Bohle und in das Nichts
weiss jeder was am Ende bleibt
die selbe Sache und das alte Leid
mich so langsam in den Wahnsinn treibt
und auf der Matte tobt der selbe Krieg
mir immer noch das Herz versengt
dieselbe Sache und das alte Leid
weiss nun endlich

Ich will ficken!

[Nie mehr] - das alte Leid
[Nie mehr]
[Nie mehr] - das alte Leid

Auf der Bohle und in das Licht
ein Wesen mich zu gehen drängt
für die selbe Sache und das alte Leid
meine Tränen mit Gelächter fängt
und auf der Matte fault ein junger Leib
wo das Schicksal seine Puppen lenkt
für die selbe Sache und das alte Leid
weiss ich endlich

[Nie mehr] - das alte Leid


Heirate Mich
Man sieht ihn um die Kirche schleichen
seit einem Jahr ist er allein
die Trauer nahm ihm alle Sinne
schläft jede Nacht bei ihrem Stein

Dort bei den Glocken schläft ein Stein
ich alleine kann ihn lesen
und auf dem Zaun der rote Hahn
ist seinerzeit dein Herz gewesen
Die Furcht auf diesen Zaun gespießt
geh ich nun graben jede Nacht
zu sehen was noch übrig ist
von dem Gesicht das mir gelacht

Dort bei den Glocken verbring ich die Nacht
dort zwischen Schnecken ein einsames Tier
tagsüber lauf ich der Nacht hinterher
zum zweiten Mal entkommst du mir

Heirate mich

Mit meinen Händen grab ich tief
zu finden was ich so vermißt
und als der Mond im schönsten Kleid
hab deinen kalten Mund geküßt
Ich nehm dich zärtlich in den Arm
doch deine Haut reißt wie Papier
und Teile fallen von dir ab
zum zweiten Mal entkommst du mir

Dort bei den Glocken verbring ich die Nacht
dort zwischen Schnecken ein einsames Tier
tagsüber lauf ich der Nacht hinterher
zum zweiten Mal entkommst du mir

Heirate mich

So nehm ich was noch übrig ist
die Nacht ist heiß und wir sind nackt
Zum Fluch der Hahn den Morgen grüßt
ich hab den Kopf ihm abgehackt


Herzeleid
Be-wahret ein-ander
vor Herz-leid
denn kurz ist die Zeit
die ihr bei-sammen seid
denn wenn euch auch
viele Jahre ver-einen
werden sie wie
Mi-nuten euch scheinen

Herzeleid

Be-wahret ein-ander
vor der Zwei-sam-keit

Herzeleid


Laichzeit
Er liebt die Mutter
und von der Seite
den Fisch gibt er ihr selbst
dieser häutet sich vor leerem Hoden
die alte Haut fällt auf den Boden

Er liebt die Schwester
und von hinten
der Fisch frißt sich zum Mund
die Kiemen blutig noch vom saugen
an den roten großen Augen

Laichzeit
es ist Laichzeit

Er liebt den Hund
oh Gott von oben
der Fisch jetzt mit der Zunge küßt
speit tote Milch dir ins Gesicht
ihn anzufassen wagst du nicht

Laichzeit
überall Fischmilch
es ist Laichzeit

Die Mutter hat das Meer geholt
Laichzeit
die Schwestern haben keine Zeit
Laichzeit
der Hund steht winkend am Gestade
Laichzeit
der Fisch braucht seine Einsamkeit
Laichzeit


Rammstein
Rammstein
Ein Mensch brennt
Rammstein
Fleischgeruch liegt in der Luft
Rammstein
ein Kind stirbt
Rammstein
die Sonne scheint

Rammstein
ein Flammenmeer
Rammstein
Blut gerinnt auf dem Asphalt
Rammstein
Mütter schreien
Rammstein
die Sonne scheint

Rammstein
ein Massengrab
Rammstein
kein Entrinnen
Rammstein
kein Vogel singt mehr
Rammstein
die Sonne scheint

Rammstein





Sehnsucht

Sehnsucht Lass mich deine Träne reiten übers Kinn nach Afrika wieder in den Schoss der Löwin wo ich einst zuhause war Zwischen deine langen Beinen such den den Schnee vom letzten Jahr doch es ist kein Schnee mehr da Lass mich deine Trüne reiten über Wolken ohne Glück der grosse Vogel schiebt den Kopf sanft in sein Versteck zurück Zwischen deine langen Beinen such den den Sand vom letzten Jahr doch es ist kein Sand mehr da Sehnsucht versteckt sich wie ein Insekt im Schlafe merkst du nicht das es dich sticht glücklich werd ich nirgendwo der Finger rutscht nach Mexiko doch er versinkt im Ozean Sehnsucht ist so grausam Sehnsucht Sehnsucht Sehnsucht versteckt sich wie ein Insekt im Schlafe merkst du nicht das es dich sticht glücklich werd ich nirgendwo der Finger rutscht nach Mexiko doch er versinkt im Ozean Sehnsucht ist so grausam Sehnsucht Sehnsucht Engel Wer zu Lebzeit gut auf Erden wird nach dem Tod ein Engel werden den Blick «gen Himmel fragst du dann warum man sie nicht sehen kann erst wenn die Wolken schlafengehn kann man uns am Himmel sehn wir haben Angst und sind allein Gott weiss ich will kein Engel sein Sie leben hinterm Horizont getrennt von uns unendlich weit sie müssen sich an Sterne krallen (ganz fest) damit sie nicht vom Himmel fallen erst wenn die Wolken schlafengehn kann man uns am Himmel sehn wir haben Angst und sind allein Gott weiss ich will kein Engel sein Gott weiss ich will kein Engel sein Gott weiss ich will kein Engel sein Gott weiss ich will kein Engel sein Tier Was macht ein Mann was macht ein Mann der zwischen Mensch und Tier nicht unterscheiden kann was Er wird zu seiner Tochter gehen sie ist schön und jung an Jahren und dann wird er wie ein Hund mit eigen Fleisch und Blut sich paaren Was - tust du Was - fühlst du Was - bist du doch nur ein Tier Was macht die Frau was macht die Frau die zwischen Tier und Mann nicht unterscheiden kann Sie taucht die Feder in sein Blut schreibt sich selbst selber einen Brief entseelte Zeilen an die Kindheit als der Vater bei ihr schlief Was - tust du Was - fühlst du Was - bist du doch nur ein Tier Bestrafe Mich Bestrafe mich bestrafe mich Stroh wird Gold und Gold wird Stein deine Grösse macht mich klein du darfst mein Bestrafer sein ja Der Herrgott nimmt der Herrgott gibt Bestrafe mich bestrafe mich du meinst ja und ich denk nein schliess mich ein in dein Gebet bevor der Wind noch kälter weht Deine Grösse macht mich klein du darfst mein Bestrafer sein du darfst mein Bestrafer sein Deine Grösse macht mich klein du darfst mein Bestrafer sein deine Grösse macht ihn klein du darfst meine Strafe sein Der Herrgott nimmt der Herrgott gibt doch gibt er nur dem den er auch liebt bestrafe mich Du Hast Du Du hast Du hast mich Du Du hast Du hast mich Du Du hast Du hast mich Du Du hast Du hast mich Du hast mich Du hast mich gefragt Du hast mich gefragt Du hast mich gefragt und ich hab nichts gesagt Willst du bis der Tod euch scheidet treu ihr sein für alle Tage... nein nein Willst du bis der Tod euch scheidet treu ihr sein für alle Tage... nein nein Du Du hast Du hast mich Du Du hast Du hast mich Willst du bis der Tod euch scheidet treu ihr sein für alle Tage... nein nein Willst du bis zum Tod der Scheide sie lieben auch in schlechten Tagen.... nein nein Willst du bis der Tod euch scheidet treu ihr sein... nein nein Bück Dich bück dich - befehl ich dir wende dein Antlitz ab von mir dein Gesicht ist mir egal bück dich ein Zweibeiner auf allen Vieren ich führe ihn spazieren im Passgang - den Flur entlang ich bin enttäuscht jetzt kommt er rückwärts mir entgegen honig bleibt am Strumpfband kleben ich bin enttäuscht, total enttäuscht bück dich bück dich bück dich bück dich das Gesicht interessiert mich nicht der Zweibeiner hat sich gebückt in ein gutes Licht gerückt zeig ich ihm was man machen kann und ich fang zu weinen an der Zweifuss stammelt ein Gebet aus Angst weil es mir schlecht ergeht versucht er tief sich noch zu bücken Tränen laufen hoch den Rücken bück dich bück dich bück dich bück dich bück dich - befehl ich dir wende dein Antlitz ab von mir dein Gesicht ist mir egal bück dich - nocheinmal bück dich bück dich bück dich bück dich bück dich Spiel Mit Mir Wir teilen Zimmer und das Bett Brüderlein komm sei so nett Brüderlein komm fass mich an rutsch ganz dich an mich heran Vor dem Bett ein schwarzes Loch und hinein fällt jedes Schaf bin schon zu alt und zähl sie doch denn ich find keinen Schlaf Unterm Nabel im Geäst wartet schon ein weisser Traum Brüderlein komm halt dich fest und schüttel mir das Laub vom Baum Spiel ein Spiel - mit mir gib mir deine Hand und spiel mit mir - ein Spiel spiel mit mir - ein Spiel spiel mit mir - weil wir alleine sind spiel mit mir - ein Spiel Vater Mutter Kind Dem Brüderlein schmerzt die Hand er dreht sich wieder an die Wand der Bruder hilft mir dann und wann damit ich schlafen kann Spiel ein Spiel - mit mir gib mir deine Hand spiel mit mir - ein Spiel spiel mit mir - ein Spiel spiel mit mir - weil wir alleine sind spiel mit mir - ein Spiel Vater Mutter Kind Klavier Sie sagen zu mir schliess auf diese Tür die Neugier wird zum Schrei was wohl dahinter sei hinter dieser Tür steht ein Klavier die Tasten sind staubig die Saiten sind verstimmt hinter dieser Tür sitzt sie am Klavier doch sie spielt nicht mehr ach das ist so lang her dort am Klavier lauschte ich ihr und wenn ihr Spiel begann hielt ich den Atem an Sie sagte zu mir ich bleib immer bei dir doch es hatte nur den Schein sie spielte für mich allein ich goss ihr Blut ins Feuer meiner Wut ich verschloss die Tür man fragte nach ihr Dort am Klavier lauschte ich ihr und wenn ihr Spiel begann hielt ich den Atem an dort am Klavier stand ich bei ihr es hatte den Schein sie spielte für mich allein Geöffnet ist die Tür ei wie sie schreien ich höre die Mutter flehen der Vater schlägt auf mich ein man löst sie vom Klavier und niemand glaubt mir hier das ich todkrank von Kummer und Gestank Dort am Klavier lauschte ich ihr und wenn ihr Spiel begann hielt ich den Atem an Dort am Klavier lauschte sie mir und als mein Spiel begann hielt sie den Atem an Alter Mann Er wartet auf den Mittagswind Die Welle kommt und legt sich matt Mit einem Fächer jeden Tag Der Alte macht das Wasser glatt Ich werf den Stein zu meinem Spass Das Wasser sich im Kreis bewegt Der Alte sieht mich traurig an Und hat es wieder glatt gefegt Im weissen Sand der alte Mann Zitternd sein Pfeife raucht Nur das Wasser und ich wissen Wozu er diesen Fächer braucht Die Ahnung schläft wie ein Vulkan Zögernd hab ich dann gefragt Den Kopf geneigt es schien er schläft Hat er bevor er starb gesagt Das Wasser soll dein Spiegel sein Erst wenn es glatt ist, wirst du sehen Wieviel Märchen dir noch bleibt und um Erlösung wirst du flehen Den Fächer an den Leib gepresst Im Todeskrampf erstarrt die Hand Die Finger mussten sie ihm brechen Der Fächer bleibt zurueck im Sand Den Alten ruf ich jeden Tag Er möchte mich doch hier erloesen Ich bleib zurück im Mittagswind Und in dem Fächer kann ich lesen Das Wasser soll dein Spiegel sein Erst wenn es glatt ist, wirst du sehen Wieviel Märchen dir noch bleibt und um Erlösung wirst du flehen Eifersucht Bin ich schöner Zerschneid mir das Gesicht Bin ich stärker Brich feige mein Genick Bin ich klüger Töte mich und iss mein Hirn Hab ich dein Weib Töte mich und iss mich ganz auf Dann iss mich ganz auf Bin ich ehrlicher Beiss mir die Zunge ab Bin ich reicher Dann nimm mir alles Bin ich mutiger Töte mich und iss mein Herz Hab ich dein Weib Töte mich und iss mich ganz auf Dann iss mich ganz auf Doch leck den Teller ab Es kocht die Eifersucht Hab ich so glatte Haut Zieh sie in Streifen ab Hab ich die klaren Augen Nimm mir das Licht Hab ich die reine Seele Töte sie in Flammen Habe ich dein Weib dann Töte mich und iss mich ganz auf Dann iss mich ganz auf Doch leck den Teller ab Es kocht die Eifersucht Küss Mich Sie hält immer still Weil sie gefingert werden will Bläht sich auf im duerren Gras Das feuchte äugelein wird nass Gefangen in der Finsternis Sieht sie nie das Licht der Sonne Vor Geilheit zuckend fleht sie dann Die Zunge in dem Manne an Küss mich Sie beisst sich in jeder Zunge fest Weil sie sich gerne lecken laesst Doch weil es etwas bitter schmeckt Wird sie selten nur geküsst Gefangen in ... Küss mich Die Zunge kriecht jetzt aus dem Mund Und schlägt ihr wild und in Extase Mehrmals heftig ins Gesicht Sie blutet schrecklich aus der Nase Gefangen in ... Küss mich Auf meine feuchten Lippen Küss mich Auch wenn es bitter schmeckt Küss mich




Mutter

Mein Herz Brennt Nun liebe Kinder gebt fein acht Ich bin die Stimme aus dem Kissen Ich hab euch etwas mitgebracht Hab es aus meiner Brust gerissen Mit diesem Herz hab ich die Macht Die Augenlider zu erpressen Ich singe bis der Tag erwacht Ein heller Schein am Firmament Mein Herz brennt Sie kommen zu euch in der Nacht Dämonen Geister schwarze Feen Sie kriechen aus dem Kellerschacht Und werden unter euer Bettzeug sehen Nun liebe Kinder gebt fein acht Ich bin die Stimme aus dem Kissen Ich hab euch etwas mitgebracht Ein heller Schein am Firmament Mein Herz brennt Sie kommen zu euch in der Nacht Und stehlen eure kleinen heißen Tränen Sie warten bis der Mond erwacht Und drücken sie in meine kalten Venen Nun liebe Kinder gebt fein acht Ich bin die Stimme aus dem Kissen Ich singe bis der Tag erwacht Ein heller Schein am Firmament Mein Herz brennt Links 2 3 4 Kann man Herzen brechen Können Herzen sprechen Kann man Herzen quälen Kann man Herzen stehlen Sie wollen mein Herz am rechten Fleck Doch seh ich dann nach unten weg Dann schlägt es links Können Herzen singen Kann ein Herz zerspringen Können Herzen rein sein Kann ein Herz aus Stein sein Sie wollen mein Herz am rechten Fleck Doch seh ich dann nach unten weg Dann schlägt es links Links zwo drei vier links Kann man Herzen fragen Ein Kind darunter tragen Kann man es verschenken Mit dem Herze denken Sie wollen mein Herz am rechten Fleck Doch seh ich dann nach unten weg Doch schlägt es in der linken Brust Der Neider hat es schlecht gewußt Links zwo drei vier links Sonne Eins, Zwei, Drei, Vier, Fünf, Sechs, Sieben, Acht, Neun, Aus Alle warten auf das Licht Fürchtet euch, fürchtet euch nicht Die Sonne scheint mir aus den Augen Sie wird heut' Nacht nicht untergehn Und die Welt zählt laut bis zehn Eins Hier kommt die Sonne Zwei Hier kommt die Sonne Drei Sie ist der hellste Stern von allen Vier Hier kommt die Sonne Die Sonne scheint mir aus den Händen kann verbrennen, kann euch blenden Wenn sie aus den Fäusten bricht Legt sich Eis auf das Gesicht Sie wird heut' Nacht nicht untergehn Und die Welt zählt laut bis zehn Eins Hier kommt die Sonne Zwei Hier kommt die Sonne Drei Sie ist der hellste Stern von allen Vier Hier kommt die Sonne Fünf Hier kommt die Sonne Sechs Hier kommt die Sonne Sieben Sie ist der hellste Stern von allen Acht Hier kommt die Sonne Die Sonne scheint mir aus den Händen kann verbrennen, kann dich blenden Wenn sie aus den Fäusten bricht Legt sich Eis auf dein Gesicht Legt sich schmerzend auf die Brust Das Gleichgewicht wird zum Verlust Lässt dich hart zu Boden gehn Und die Welt zählt laut bis zehn Eins Hier kommt die Sonne Zwei Hier kommt die Sonne Drei Sie ist der hellste Stern von allen Vier Und wird nie vom Himmel fallen Fünf Hier kommt die Sonne Sechs Hier kommt die Sonne Sieben Sie ist der hellste Stern von allen Acht Neun Hier kommt die Sonne Ich Will Ich will Ich will dass ihr mir vertraut Ich will dass ihr mir glaubt Ich will eure Blicke spüren Ich will jeden Herzschlag kontrollieren Ich will eure Stimmen hören Ich will die Ruhe stören Ich will dass ihr mich gut seht Ich will dass ihr mich versteht Ich will eure Fantasie Ich will eure Energie Ich will eure Hände sehen Ich will in Beifall untergehen Seht ihr mich? Versteht ihr mich? Fühlt ihr mich? Hört ihr mich? Könnt ihr mich hören? Könnt ihr mich sehen? Könnt ihr mich fühlen? Ich versteh euch nicht Ich will Wir wollen dass ihr uns vertraut Wir wollen dass ihr uns alles glaubt Wir wollen eure Hände sehen Wir wollen in Beifall untergehen - ja Feuer Frei! Getadelt wird wer Schmerzen kennt Vom Feuer das die Haut verbrennt Ich werf ein Licht in mein Gesicht Mein heißer Schrei Feuer frei! Bäng bäng Geadelt ist wer Schmerzen kennt Vom Feuer das in Lust verbrennt Ein Funkenstoß in ihren Schoß Mein heißer Schrei Feuer frei! Bäng bäng Feuer frei! Gefährlich ist wer Schmerzen kennt Vom Feuer das den Geist verbrennt Bäng bäng Gefährlich das gebrannte Kind Mit Feuer das vom Leben trennt Ein heißer Schrei Bäng bäng Feuer frei! Dein Glück Ist nicht mein Glück Ist mein Unglück Bäng bäng Feuer frei! Mutter Die Tränen greiser Kinderschar ich zieh sie auf ein weißes Haar werf in die Luft die nasse Kette und wünsch mir, dass ich eine Mutter hätte keine Sonne die mir scheint Keine Brust hat Milch geweint In meiner Kehle steckt ein Schlauch Hab keinen Nabel auf dem Bauch Mutter Ich durfte keine Nippel lecken und keine Falte zum Verstecken niemand gab mir einen Namen gezeugt in Hast und ohne Samen der Mutter die mich nie geboren hab ich heute Nacht geschworen ich werd ihr eine Krankheit schenken und sie danach im Fluss versenken Mutter In ihren Lungen wohnt ein Aal auf meiner Stirn ein Muttermal entferne es mit Messers Kuss auch wenn ich daran sterben muss Mutter In ihren Lungen wohnt ein Aal auf meiner Stirn ein Muttermal entferne es mit Messers Kuss auch wenn ich verbluten muss Mutter Oh gib mir Kraft Spieluhr Ein kleiner Mensch stirbt - nur zum Schein Wollte ganz alleine sein Das kleine Herz stand still für Stunden So hat man es für tot befunden Es wird verscharrt in nassem Sand Mit einer Spieluhr in der Hand Der erste Schnee das Grab bedeckt Hat ganz sanft das Kind geweckt In einer kalten Winternacht Ist das kleine Herz erwacht Als der Frost ins Kind geflogen Hat es die Spieluhr aufgezogen Eine Melodie im Wind Und aus der Erde singt das Kind Hoppe hoppe Reiter Und kein Engel steigt herab Mein Herz schlägt nicht mehr weiter Nur der Regen weint am Grab Hoppe hoppe Reiter Eine Melodie im Wind Mein Herz schlägt nicht mehr weiter Und aus der Erde singt das Kind Der kalte Mond in voller Pracht Hört die Schreie in der Nacht Und kein Engel steigt herab Nur der Regen weint am Grab Zwischen harten Eichendielen Wird es mit der Spieluhr spielen Eine Melodie im Wind Und aus der Erde singt das Kind Hoppe hoppe Reiter Und kein Engel steigt herab Mein Herz schlägt nicht mehr weiter Nur der Regen weint am Grab Hoppe hoppe Reiter Eine Melodie im Wind Mein Herz schlägt nicht mehr weiter Zwitter Ich hab ihr einen Kuß gestohlen Sie wollte sich ihn wiederholen Ich hab sie nicht mehr losgelassen Wir schmolzen so zu einer Masse So ist es mir nur allzu Recht Ich bin ein schönes Zweigeschlecht Zwei Seelen unter meiner Brust Zwei Geschlechter eine Lust Zwitter Zwitter Zwitter Zwitter Ich gehe anders durch den Tag Ich bin der schönste Mensch von allen Ich sehe wunderbare Dinge Sie sind mir vorher gar nicht aufgefallen Ich kann mich jeden Tag beglücken Ich kann mir selber Rosen schicken Da ist kein zweiter und kein dritter Eins und eins das ist gleich Zwitter Zwitter Ich bin so verliebt Zwitter Zwitter Ich bin in mich verliebt Eins für mich Eins für dich Gibt es nicht Für mich Eins für mich Eins für dich Eins und eins Das bin ich Ich bin alleine doch nicht allein Ich kann mit mir zusammensein Ich küsse früh mein Spiegelbild Und schlafe abends mit mir ein Wenn die andren Mädchen suchten Konnte ich mich selbst befruchten So bin ich dann auch nicht verzagt Wenn einer zu mir "Fick dich" sagt Zwitter Zwitter Ich bin so verliebt Zwitter Zwitter Ich bin in mich verliebt Eins für dich Eins für mich... Rein Raus Ich bin der Reiter Du bist das Ross Ich steige auf Wir reiten los Du stöhnst Ich sag dir vor Ein Elefant im Nadelöhr Rein, raus Ich bin der Reiter Du bist das Ross Ich hab den Schlüssel Du hast das Schloß Die Tür geht auf Ich trete ein Das Leben kann so prachtvoll sein Rein, raus Tiefer, tiefer Sag es! Sag es laut! Tiefer, tiefer Ich fühl mich wohl in deiner Haut Und tausend Elefanten brechen aus Der Ritt war kurz Es tut mir leid Ich steige ab Hab keine Zeit Muß jetzt zu den andren Pferden Wollen auch geritten werden Rein, raus Rein - tiefer Raus - tiefer Adios Er legt die Nadel auf die Ader Bittet die Musik herein Zwischen Hals und Unterarm Die Melodie fährt leise ins Gebein Er hat die Augen zugemacht In seinen Blut tobt eine Schlacht Ein Heer marschiert durch seinen Darm Die Eingeweide werden langsam warm Nichts ist für dich Nichts war für dich Nichts bleibt für dich Für immer Er nimmt die Nadel von der Ader Die Melodie fährt aus der Haut Geigen brennen mit Gekreisch Harfen schneiden sich ins Fleisch Er hat die Augen aufgemacht Doch er ist nicht aufgewacht Nichts ist für dich Nichts war für dich Nichts bleibt für dich Für immer Nebel Sie stehen eng umschlungen Ein Fleischgemisch so reich an Tagen Wo das Meer das Land berührt Will sie ihm die Wahrheit sagen Doch ihre Worte frisst der Wind Wo das Meer zu Ende ist Hält sie zitternd seine Hand Und hat ihn auf die Stirn geküsst Sie trägt den Abend in der Brust Und weiß dass sie verleben muß Sie legt den Kopf in seinen Schoß Und bittet einen letzten Kuß Und dann hat er sie geküsst Wo das Meer zu Ende ist Ihre Lippen schwach und blaß Und seine Augen werden naß

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